February 20

Tikkun Olam

Bild Zedaka

Am Anfang gab es Gott. Und außer Gott gab es nichts anderes. Gott wünschte sich jedoch die Welt zu erschaffen –  jedoch gab es keinen Platz für die Welt, denn überall war ja Gott. So begann Gott in sich selbst zu schrumpfen und dadurch entstand ein Hohlraum – ein Platz wo die Welt erschaffen werden konnte! Gott schickte Strahlen des heiligen Lichts in diesen Hohlraum. Dieses Licht wurde in zehn Gefäßen aufbewahrt. Jedoch war dieses Licht sehr stark und intensiv. Die Gefäße zersprangen unter dem Druck. Das heilige Licht flüchtete und verteilte sich in alle Ecken des Universums. So verschwand die ursprüngliche Einheit aus der Welt.
Von diesem Tag an versuchen die Menschen die Lichtstrahlen zu finden und zusammenzubringen – um die ursprüngliche Einheit wieder herzustellen – und Tikkun in die Welt zu bringen.
Bis zum heutigen Tage haben wir es immer noch nicht geschafft, alle Lichtstrahlen zu finden und zu verknüpfen. Die Aufgabe zu erfüllen wird immer dringender. Die Welt braucht mehr und mehr unsere Reparatur. Jetzt bist du dran. Du – ja alle von euch! – müssen ihren Teil dazu beitragen die verteilten Strahlen zu vereinen. Du musst es tun! Denn nur wenn wir es schaffen, alle Teile zu der ursprünglichen Einheit zu verbinden, wird auf der Welt Ordnung und Harmonie herrschen. (aus dem Netzer Book Book)

Diese Geschichte ist die kabbalistische Version, wie die Welt entstanden ist. Die Kabbalisten zeigten dadurch, wie sie unsere Rolle in dieser Welt sehen.

Ein wichtiger Teil unserer Ideologie ist „Tikkun Olam“, das bedeutet soviel wie „die Welt verbessern“. Wir bei Netzer glauben daran, dass wir alle in der Verantwortung stehen, Dinge zu verändern und so die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Dieses Engagement kann sich auf das eigene Umfeld mit Familie und Freunden beziehen oder auch bedeuten dass man bei größeren Projekten mithilft, die sich beispielsweise mit Menschenrechten, Umweltschutz oder Toleranz befassen.

Bei unseren Aktivitäten versuchen wir den Wert Tikkun Olam so oft es geht mit einzubinden. So lernen wir über die philosophischen Inhalte dieses Konzepts, aber nehmen auch als Gruppe an gemeinschaftlichen Aktionen und engagieren uns sozial.

„Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich? Solange ich aber nur für mich selber bin, was bin ich? Und: Wenn nicht jetzt, wann sonst?“

(Rabbi Hillel)